Was ist Achtsamkeit?

Das deutsche Wort „Achtsamkeit“ wirkt scheinbar vertraut. Dies führt jedoch recht häufig zu Missverständnissen, Verwechslungen und zu (Begriffs-) Verwirrung! Was genau versteht man im Kontext eines Achtsamkeitstrainings wie MBSR bzw. MBTSR unter „Achtsamkeit“?

 

Achtsamkeit (engl. Mindfulness) ist eine spezielle Form, die eigene Aufmerksamkeit zu lenken. Es ist das absichtliche, offene und annehmende Beobachten dessen, was im Augenblick des jeweiligen gegenwärtigen Moments geschieht. Ein Gewahrwerden unserer inneren und äußeren Erfahrungen. Ohne Ablenkung und ohne irgendeine Bewertung positiver oder negativer Art.

 

Durch die direkte und unmittelbare Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks und der darin enthaltenden Empfindungen, Gedanken und Gefühle ist es möglich, ein tieferes Verständnis für sich selbst und in der Folge auch für andere Menschen und Wesen, Dinge und die Welt zu erlangen.

 

Die Wurzeln der Achtsamkeitspraxis

Die Wurzeln der Achtsamkeitspraxis im MB(T)SR liegen im Buddhismus. Achtsamkeit wurde aber auch im Judentum, bei den christlichen Mystikern und den islamischen Sufis geübt. Achtsamkeit funktioniert jedoch unabhängig von Glaubenssystemen und 
Ideologien, denn die Essenz dieser Praxis ist von universeller Gültigkeit. Dies erkannte auch der amerikanische Wissenschaftler 
Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn, der zusammen mit seinen Mitarbeitern das weltanschaulich neutrale Mindfulness-Based 
Stress Reduction Programme (MBSR: Stressbewältigung durch Achtsamkeit) entwickelte.